Wolfgang Amadeus Mozart – Teil 2

Am 26. September 1778 trat Mozart widerwillig seine Rückreise nach Salzburg an. Widerwillig aus dem Grund, da er die Stelle eines Hoforganisten anzutreten hatte. Seine Rückreise nach Salzburg führte ihn über Strassburg, Mannheim und Kaisersheim nach München. Dort traf er noch einmal Familie Weber. Erst Mitte Januar des Jahres 1779 kam Mozart in Salzburg an, wo er wenige Tage später, genau genommen am 17. Januar 1779, zum Hoforganisten ernannt wurde. Produkt seiner Schaffenszeit als Hoforganist war die „Krönungsmesse“.

Mozarts diesmaliger Versuch, sein Engagement in Salzburg als Hoforganist zufriedenstellend auszuüben, ging 20 Monate leidlich gut. Das Verhältnis zum Salzburger Erzbischof blieb trotz alledem angespannt. Grund dafür war beispielsweise die Tatsache, dass er Mozart das Mitwirken an Konzerten in Wien untersagte. Am 5. November 1780 unternahm Mozart eine erneute Reise nach München, wo am 29. Januar 1781 seine Oper seria „Idomeneo“ uraufgeführt wurde. Darauffolgend beteiligte sich der Wunderknabe in Wien – im Auftrag des Erzbischofs – an Akademien der Salzburger Hofmusiker. Es kam kurze Zeit später zu zwei heftigen Auseinandersetzungen mit dem Erzbischof, woraufhin Mozart am 8. Juni 1781 den Salzburger Dienst endgültig aufkündigte. Demnach ließ er sich in Wien nieder, um dort seinen Lebensunterhalt in den darauffolgenden Jahren im Zuge von Konzerten in privaten und öffentlichen Akademien zu bestreiten.

Von nun an, genau genommen in der Zeit von 1781 bis 1791, war Mozart freischaffender Komponist in Wien. Jetzt – befreit von den Salzburger „Fesseln“ – schuft der begabte Komponist und Musiklehrer seine ganz großen Opern. Während seiner Schaffenszeit war er zudem ständig auf der Suche nach Auftraggebern, Engagements und Klavierschülern.

Am 16. Juli 1782 wurde das Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“, welches vom Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und österreichischen Erzherzog Joseph II. in Auftrag gegeben wurde, in Wien uraufgeführt. Nach diesem großen Erfolg folgten klarerweise weitere Uraufführungen, nämlich:

  • am 1. Mai 1786 die Opera buffa „Le nozze di Figaro“
  • am 29. Oktober 1787 das Dramma giocoso “Don Giovanni” in Prag
  • am 26. Januar 1790 die Opera buffa „Così fan tutte“ in Wien
  • am 6. September 1791 die Opera seria “La clemenza di Tito” in Prag
  • am 30. September 1791 die große Oper „Die Zauberflöte“ in Emanuel Schikaneders Theater im Freihaus auf der Wieden.

Es handelt sich hier um großartige Werke, die damals nur auf Bühnen aufgeführt wurden. Dies ist natürlich auch heute noch so, jedoch ist jede Oper zusätzlich in Form einer eigenständigen DVD / CD Produktion inklusive Inhaltsangabe für das bessere Verständnis erhältlich. Mozart-Fans sind nicht mehr gezwungen, sich teure Karten für die Live-Aufführung einer Oper zu kaufen. Bequem und einfach geht es auch vor dem Fernseher bzw. LCD TV mit einer DVD oder am Abend auf der Couch, wo sich die Opern nebenbei zum Anhören auf CD genießen lassen. Erleben Sie in Ihren eigenen vier Wänden vor dem Fernseher ein echtes Opern-Feeling und genießen Sie eine tolle Stimmung im privaten Wohnzimmer!

In Wien machte Mozart Bekanntschaft mit Gottfried van Swjeten, dem Präfekten der kaiserlichen Bibliothek (= heute: Österreichische Nationalbibliothek) sowie ausgewiesenem Musikliebhaber. Dieser führte Mozart in die Arbeiten von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel ein. Van Swjeten stellte Mozart die Manuskripte, die er in Berlin während eines längeren Aufenthalts mühevoll gesammelt hatte, im Rahmen der regulären Sonntagskonzerte in der Kaiserlichen Bibliothek zur Verfügung. Die Werke der beiden Barockkomponisten Bach und Händel hinterließen einen prägenden Eindruck bei Mozart und hatten folglich auch großen Einfluss auf seine weiteren Kompositionen.

Am 4. August 1782 heiratete Mozart Constanze Weber, die Schwester von Aloisia Weber, in der er sich vor einigen Jahren verliebt hatte. Constanze schenkte Mozart in den folgenden Jahren sechs Kinder:

  • Raimund Leopold, geb. 1783
  • Karl Thomas, geb. 1784
  • Johann Thomas Leopold, geb. 1786
  • Theresia Konstantia Adelheid Friderika, geb. 1787
  • Anna, geb. 1789
  • Franz Xaver Wolfgang, geb. 1791.

Vier von Mozarts sechs Kindern verstarben nach kurzer Zeit. Lediglich Karl Thomas und Franz Xaver überlebten die Kinderzeit. Mozarts Vater Leopold starb am 28. Mai 1787. In den Jahren 1783 und 1785 stattete Mozart seinem Vater in seinen sogenannten Wiener Jahren noch einmal einen Besuch ab.

Als Josef II. die Oper „Le nozze di Figaro“, trotz des systemkritischen Inhalts, zur Aufführung freigab, überforderte Mozart damit das Wiener Publikum derart, dass es sich von ihm abwendete – ja, regelrecht zurückzog. Demnach verschlechterte sich seine wirtschaftliche Situation, sodass sich ein regelrechter Misserfolg in seinem Leben einstellte. Dies war ein regelrechter Wendepunkt in seinem Leben. Erfolg verzeichnete Mozart in dieser für ihn sehr schweren Zeit ausschließlich in Prag. Er schuf die Werke seiner letzten Lebensjahre und versuchte, im Zuge erneuter Reisen, seine wirtschaftliche Talfahrt irgendwie zu stoppen. Jedoch verhalf ihm weder seine Reise nach Berlin im Jahre 1789 noch jene nach Frankfurt, welche er im Jahre 1790 unternahm, zu Wohlstand. Tatsache ist, dass er in Berlin weder Einnahmen noch Engagements oder eine fixe Anstellungen erhielt.

Die Oper „Così fan tutte“, welche vom Kaiser höchstpersönlich erbeten wurde, fand nur wenig Resonanz. Ebenso die Aufführung in Frankfurt am Main sowie die echte Uraufführung der Oper „La clemenza di Tito“ konnte nur mäßigen Anklang verzeichnen. Erst die große Begeisterung für „Die Zauberflöte“ war der Wendepunkt, der eine wirtschaftliche Besserung versprach.

Nachdem „La clemenza di Tito“ in Prag uraufgeführt wurde, kehrte Mozart Mitte September des Jahres 1791 nach Wien zurück. Dort wartet wichtige Arbeit auf ihn – die Vorbereitungen für die Uraufführung der „Zauberflöte“. Zu selben Zeit widmete sich das musikalische Genie der Ausarbeitung der Molette „Ave verum corpus“ und der Niederschrift des Requiems (KV 626). Leider ist es Mozart vor seinem Tod nicht mehr gelungen, das Requiem erfolgreich abzuschließen. Dies übernahm infolgedessen Franz Xaver Süßmayr, ein ehemaliger Schüler Mozarts.

Nur wenige Wochen nach der Uraufführung der „Zauberflöte“, welche am 30. September 1791 stattfand, wurde Mozart bettlägerig. Nicht ganz drei Monate später, genau genommen am 5. Dezember 1791, starb der große Komponist in Wien. Einen Tag später fand seine Beerdigung statt. Wolfgang Amadeus Mozart wurde nicht ganz 36 Jahre alt.

Nach Mozarts Tod begannen die Spekulationen um mögliche Todesursachen. Man sprach von „hitzigem Frieselfieber“ (= Diagnose des Totenbeschauers), Rheuma, Syphilis (eventuell mit Quecksilbervergiftung), Trichinen, Nierenversagen, Herzversagen und Aderlass. Weiters zog man eine Erkrankung, die Mozart bereits als Kind hatte, als mögliche Todesursache. Die moderne Medizin zur damaligen Zeit ging zunächst von einer Infektion mit Streptokokken aus, die nicht richtig behandelt wurde und infolgedessen zu Herz- und Organversagen führte.

Mozart selbst war fest davon überzeugt, vergiftet worden zu sein. Diese Vermutung äußerte er nur wenige Wochen vor seinem Tod gegenüber Constanze während eines Besuchs im Wiener Prater: „Gewiss, man hat mir Gift gegeben.“ Für eine mögliche Vergiftung konnte man jedoch nie glaubwürdige Anhaltspunkte finden.

Beigesetzt wurde Wolfgang Amadeus Mozart in einem allgemeinen Grab in Wien auf dem Sankt Marxer Friedhof. Seine Witwe erschien erst 17 Jahre nach Mozarts Tod an seinem Grab.

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